Basenfasten
Entlastung für Körper, Geist und Seele
Fasten hat eine lange Tradition in unserer Kultur. Heute nutzen wir Fastenzeiten ganz bewusst, um uns einmal eine kleine Auszeit vom Alltag zu gönnen. Aber was genau verbirgt sich hinter dem Begriff des Basenfastens?
Das Basenfasten ist eine milde Fastenform und wurde Ende der 90er Jahre von Sabine Wacker und Dr. med. Andreas Wacker entwickelt. Die gute Nachricht ist: es darf gegessen werden! Allerdings verzichten wir auf säurebildende Nahrungsmittel. Es handelt sich um eine Ernährungsform, bei der – zeitlich begrenzt – zu 100 % basisch gegessen wird. Das bedeutet, alle Lebensmittel, die unseren Körper sauer machen, werden weggelassen. Es wird ausreichend gegessen, aber nur pflanzliche Nahrung. Fleisch, Fisch, Milch- und Getreideprodukte, Zucker und Genussmittel werden während dieser Zeit gänzlich vom Speiseplan verbannt.
Dadurch wird der Körper ähnlich entlastet wie beim klassischen Fasten, es wird aber als nicht so anstrengend empfunden. Das Basenfasten kann über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen angewandt werden und bietet eine gute Grundlage für eine persönliche Ernährungsumstellung. Danach empfiehlt sich eine Umstellung auf eine basenüberschüssige Kost, bei der basenbildende und säurebildende Lebensmittel im Verhältnis 80:20 verzehrt werden.
Warum Basenfasten?
Unsere modernen Ernährungsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Wir essen viel zu viel tierisches Eiweiß, Fett, Transfette, Salz und Süßigkeiten sowie Getreideprodukte. Ein Überangebot an solchen Lebensmitteln führt nicht nur zu Übergewicht und ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten, sondern auch zu einem Mangel an wichtigen Nährstoffen. Wir verhungern sozusagen an vollen Töpfen.
Die Gemeinsamkeit dieser kalorienreichen und stark verarbeiteten Lebensmittel ist der Mangel an gesunden Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen und der Überschuss an säurebildenden Stoffen. Dies überlastet auf Dauer unsere körpereigenen Puffersysteme und führt zu einer Übersäuerung des Bindegewebes.
Wichtig zu verstehen ist, dass es beim Basenfasten um die Verbesserung der chronisch latenten Übersäuerung im Bindegewebe geht und nicht!! um eine Azidose (Übersäuerung) des Blutes. Das Blut muss immer basisch bleiben, d.h. der Blut-pH-Wert bewegt sich immer zwischen 7,35 und 7,45. Wird dieser Wert über- oder unterschritten, ist das ein Fall für die Notaufnahme.
Typische Symptome einer Übersäuerung des Bindegewebes:
- Müdigkeit
- Durchblutungsstörungen, kalte Hände und Füße, Venenprobleme
- muskuläre Verspannungen, Verhärtungen, Verkürzungen
- Cellulite, Bindegewebsschwäche, Falten, schlecht heilende Wunden
- Sodbrennen, Reflux
- Knorpel- und Gelenkbeschwerden, Schmerzen, Entzündungen, Arthrose
- frühzeitiges Ergrauen, Haarausfall, brüchige Nägel
- Fibromyalgie, Osteoporose, Rheuma
- Gewichtsprobleme-/Figurprobleme
- Wassereinlagerungen
- Lipome, Steinbildung, Gicht
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Ist Basenfasten für jeden geeignet?
Prinzipiell ist basenfasten für jeden geeignet, außer für Schwangere, Stillende, Menschen mit schweren chronischen Krankheiten, Untergewichtige und Personen mit Essstörungen.
Interesssiert?
Ich biete zweimal im Jahr mit meiner Kollegin Steffi Böger einen geführten Basenfasten Kurs über die Dauer von 10 Tagen an. In der Regel findet ein Kurs im Frühjahr und einer im Herbst statt.
Der nächste Kurs startet am 5. Februar 2026.

