Histaminintoleranz
Histamin ist ein Stoff, den unser Körper selbst herstellt und der auch in bestimmten Lebensmitteln vorkommt, wie zum Beispiel in gereiftem Käse, Alkohol, Salami, Ketchup und Essig. Manchmal wird Histamin auch von Bakterien im Darm produziert.
Im Körper hat Histamin zwei Hauptaufgaben: Es wirkt als Hormon in verschiedenen Organen und als Botenstoff im Nervensystem. Die Wirkung von Histamin erfolgt über spezielle Rezeptoren, von denen es vier verschiedene Typen gibt:
- H1-Rezeptor: Führt zu einer Kontraktion der Darmmuskulatur und der Bronchien. Die kleinen Arterien erweitern sich, während sich die kleinen Venen verengen. Die Nebennieren schütten mehr Adrenalin aus, was zu erhöhter Wachheit führt. Die Eierstöcke produzieren mehr Östrogen.
- H2-Rezeptor: Die Magenschleimhaut produziert mehr Magensäure, das Herz schlägt stärker und die Skelettmuskulatur ist angespannter. Auch das Immunsystem wird gestärkt.
- H3-Rezeptor: Reguliert das Hunger- und Durstgefühl, reduziert die Ausschüttung von Serotonin, GABA und Acetylcholin und erhöht die Wachsamkeit und Konzentration.
- H4-Rezeptor: Wirkt hauptsächlich in den Hautzellen und erhöht die Entzündungsbereitschaft sowie die Abwehrfunktion des Immunsystems.
Dies erklärt die zahlreichen Symptome, die bei einer Histaminintoleranz auftreten können:
Kopfschmerzen, Schwindel, Migräne, Menstruationsstörungen, Dysmenorrhoe, Ekzeme, Hautausschlag, Juckreiz, Urticaria, Flush, Verengung der Bronchien, Asthma, laufende Nase, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit mit und ohne Brechreiz, hoher und niedriger Blutdruck, Kurzatmigkeit, schneller oder unregelmässiger Puls, …..
Die Hauptursache für Histaminintoleranz ist ein Ungleichgewicht zwischen der Menge an Histamin, die in den Körper gelangt, und der Fähigkeit des Körpers, es abzubauen. Dies kann durch einen Mangel an den Enzymen, die Histamin abbauen, oder durch eine verminderte Aktivität dieser Enzyme verursacht werden.
Verstärkt werden die Symptome durch den Verzehr histaminhaltiger Lebensmittel wie beispielsweise Tomaten, Meeresfrüchte, lange gereifter Käse…., bestimmte Medikamente und Alkohol können den Abbau von Histamin hemmen.
Sinnvolle Untersuchungsparameter, je nach Beschwerdebild:
- Histamin Metabolismus im Urin
- DAO Aktivität
- Histamin im Stuhl
- Mikronährstoffe: Vitamin B6, Zink und Kupfer im Vollblut
